Haflinger vorneweg

 

Nach der sehr guten Resonanz im letzen Jahr lud der Fahrsportclub Hubertushof zur 2. Burgenfahrt mit Historischen- und Stilkutschen ein.

Am 15. Mai 2011 war es soweit. Alle 27 angemeldeten Gespanne reisten an, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. 25 Kilometer Strecke entlang der malerischen Wasserburgenroute im Rhein-Sieg-Kreis waren zu absolvieren. Vor dem Start auf der Reitanlage Gut Hohn führte Toni Bauer aus Seligenporten, ein renommierter Experte für das Traditionsfahren, eine freiwillige Gespannbeurteilung nach den Regeln des Traditionsfahrens durch. Von hier aus führte die idyllische Tour über die Burgen Morenhoven und Peppenhoven, dann zum Schloss Miel und danach zum Gut Capellen. Die Gespanne vom Ein- bis zum Vierspänner, vom Shetty bis zum schweren Kaltblut, wurden an den Haltepunkten in den Burgen dem interessierten Publikum kurz fachmännisch vorgestellt.

Höhepunkt der Veranstaltung war die große Gespannpräsentation vor dem Schloss Miel, sodass die zahlreich erschienenen Zuschauer quasi Geschichtsunterricht zum Anfassen von Toni Bauer bekamen. Pferde, Geschirre, Kutschen und die Kleidung von Fahrer und Beifahrer - heute würde man von Outfit sprechen - mussten "stilecht" sein. Neben den diversen vertretenen Rassen haben die Fahrer ihrem Publikum natürlich auch mit einer Vielzahl unterschiedlicher Kutschentypen vom Phaeton über Park-, Jagd-, Linzer- und Doktorwagen bis hin zu Landauer, Glaslandauer, Victoria und Vis-à-Vis alles das geboten, was nicht nur Fahrerherzen höher schlagen lässt.

Schön für die Haflingerleute war darüber hinaus, dass an der Tète Monika und Hubert Buderath aus Euskirchen-Stotzheim gleich einen spektakulären Hingucker zu bieten hatten. Penny und Warino waren vor einen selbst restaurierten Damenphaeton von 1876 gespannt.

Auch Roland und Annliese Schupp aus Wissen/Sieg mit Mica und Anjuli vor einer Wagonette Linzer Art, sowie Berni und Cilly May aus Bornheim-Merten, die Wanda und Aventis vor einen Parkwagen gespannt hatten, haben die blonden Füchse ebenfalls würdig vertreten.

Eberhard Spindler